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RichtiG Kunst: Kunstobjekt des Monats | Vivi Linnemanns «SolarPlexus»

1. März 2022

Im Jahre 2017 wurden die Kunstwerke der Gemeinde Richterswil inventarisiert. Auf verschiedenen Estrichen und Kellern über alle Verwaltungsgebäude verteilt fand sich eine vielseitige Sammlung mit faszinierenden Momentaufnahmen der Richterswiler (Kunst-) Geschichte. Einige Werke sind im Ortsmuseum, die meisten aber werden entweder im Depot im Schulhaus Boden gelagert oder in den Büros der Verwaltung und dem öffentlichen Raum präsentiert.

Auf Antrag der Kommission Kultur hat der Gemeinderat letzten August beschlossen, dass das aktuelle Kulturprojekt ganz im Zeichen der gemeindeeigenen Kunstsammlung stehen und der Öffentlichkeit im geeignetem Rahmen zugänglich gemacht werden soll.

Die Ausstellung «RichtiG Kunst – Werke aus der Richterswiler Kunstsammlung von 1770 bis heute» wird vom 9. – 19. Juni 2022 schwergewichtig im Ortsmuseum Bären und der Shedhalle stattfinden. Gleichzeitig sind einige Rahmenveranstaltungen geplant.

Begleitend dazu werden auf der Homepage der Gemeinde monatlich über ein Jahr ausgewählte Kunstwerke gezeigt und kurz erläutert.

Kunstobjekt des Monats März

Vivi Linnemanns «SolarPlexus»
Acrylglas und rostfreier Stahl, 2014

«Mein Wunsch ist, dass die Werke durch Herz und Bauchgefühl kommunizieren. Es geht darum, eine Botschaft über Licht und Farben im Leben zu verkünden. Ein Gespräch ohne Worte, von Herz zu Herz.» Vivi Linnemann, 2014

Damit umschreibt die Künstlerin sehr anschaulich die Ausstrahlung ihrer Skulptur, die im Seebad Richterswil steht. Entsprechend auch der Titel des Werkes: Das Solarplexus-Chakra ist das dritte Energiezentrum und schenkt Körper und Geist Kraft und Energie.

Vivi Linnemann ist in Dänemark geboren und hat von 2011 bis 2015 in Zürich gelebt. In diese Zeit fallen auch die Werke im öffentlichen Raum in Richterswil und Wollerau.

Bereits als Kind hat die Künstlerin viel gezeichnet und so war es für sie ganz natürlich, sich mit visueller Kommunikation zu beschäftigen. Die Freiheit, sich ohne Worte mitzuteilen zu können, ist prägend für ihr Schaffen.

Das Kunststudium hat sie am Art Institute in San Francisco und an der Image Factory in Amsterdam absolviert. Seit 2009 konzentriert sich Vivi Linnemann ausschliesslich auf die Arbeit als freischaffende Künstlerin. Es folgen zahlreiche Ausstellungen und Skulpturen im öffentlichen Raum in ganz Europa, Amerika und Australien.

Die intensive Auseinandersetzung mit der Umgebung und den Menschen vor Beginn einer Arbeit widerspiegelt die Geschichte und Eigenart der Orte, auch wenn die Skulpturen abstrakt sind.

So fügt sich auch die Skulptur «SolarPlexus» in die Landschaft am See ein und animiert durch ihre grelle Farbigkeit und dem Kontrast zur Umgebung, diese in neuem Blick zu sehen.

Ein weiteres, kleineres Objekt von Vivi Linnemann steht im Gemeindehaus 1.

Quellen: www.vivilinnemann.dk;  www.artnews.de und zürichparkside.media

vivi linnemanns solarplexus